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So 19.11.
11:00
dtF

Vertigo

Aus dem Reich der Toten
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Alec Coppel, Samuel Taylor
nach dem Roman „D’entre les morts“ von Boileau-Narcejac
Kamera: Robert Burks
Musik: Bernard Herrmann
Darsteller: James Stewart, Kim Novak, Barbara Bel Geddes, Tom Helmore
US 1958, 128 Min., engl. O.m.U.
 feste Termine im  FilmABC
 Vorstellung mit Gast 19.11. um 11:00 Uhr

Jens Wawcrzeck (Foto: Eric Jacquet)

Zu „Hitch und ich“ in den Kammerspielen

Es beginnt alles ganz einfach: James Stewart hat den Polizeidienst quittiert. Seit einer dramatischen Verfolgungsjagd über die Dächer von San Francisco leidet er unter Höhenangst. Hitchcock unterhält uns mit Stewarts albern-ernsten Versuchen, wenigstens wieder eine kleine Trittleiter zu besteigen.

Eines Tages bittet ihn ein alter Freund, seine Ehefrau zu beschatten, die überzeugt davon ist, schon einmal gelebt zu haben. James verfolgt Kim Novak alias ,Madeleine` durch San Francisco und allmählich beginnt er zu glauben, was nicht sein kann. Doch Madeleine stürzt von einem hohen Turm und der erste, traumartige Teil des Films ist jäh zuende.

Einige Zeit später begegnet James Stewart einer Frau, die der Madeleine aus dem ersten Teil zum Verwechseln ähnlich sieht. Ist die Tote einmal mehr wiedergekehrt? Zu Beginn kriminalistischer Neugierde, später eine perfide Mischung aus Verliebtsein und einem bitterem Verdacht: James Stewart will die Wahrheit wissen und versucht, Kim Novak wieder in Madeleine zu verwandeln…

Alfred Hitchcock: „Der Mann will mit einer Frau ins Bett, die tot ist, er betreibt eine Art Nekrophilie.“ Hitchcock liebte es, derartige Statements über seine Filme zum Besten zu geben. Hitchcock unterlegt sein Whodonnit mit einer zarten Liebesgeschichte – in zwei Teilen: zuerst traumhaft irreal, dann vertrackt real–, nur um uns am Ende in eine perfekt illusionslose Realität zu entlassen. Entscheidend für die meditative Wirkung des Films (im ersten Teil) sind die Kamera von Robert Burks und die minimale Musik von Bernard Herrmann.

Vorstellung mit Gast
Begleitend zu „Hitch und ich“ in den Kammerspielen – eine Szenische Lesung am 12. November um 19 Uhr, in der Jens Wawcrzeck seine Leidenschaft für Alfred Hitchcock und die Literatur „hinter dem Film“ mit dem Publikum teilt –, zeigen wir in der Matinee am 19. November Hitchcocks Film ,Vertigo‘. Jens Wawrczeck gibt eine kleine Einführung in den Film und ist im Anschluss zum Gespräch zu Gast.