The Salesman

Forushande
Drehbuch, Regie: Asghar Farhadi
Kamera: Hossin Jafarian
Musik: Sattar Oraki
Darsteller: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi, Farid Sajjadihosseini, Mina Sadat
Frankreich/Iran 2016, 125 Min., farsi O.m.U., ab 12
 feste Termine im  FilmABC
 „Film und Psychoanalyse“ 16.9. um 11:00 Uhr

Asghar Farhadi (rechts)
mit seinem Hauptdarsteller

Wenn das Unbekannte in dein Leben einbricht

Teheran heute. Emad und Rana müssen ihre Wohnung verlassen, weil Bauarbeiten die Statik des Hauses geschädigt haben. Als das Gebäude eines Nachts ein kleines Stück einsackt, stehen alle Bewohner auf der Straße. Das Ehepaar findet dank eines Freundes eine neue Wohnung, die gar nicht mal schlecht ist. Gerade als die beiden sich an das neue Heim gewöhnen, geschieht das Unglück. Rana öffnet die Wohnungstür als es klingelt, weil sie Emad erwartet. Doch es kommt ein anderer, der Rana im Badezimmer überrascht. Es kommt zum Kampf. Als Emad eintrifft, ist niemand mehr in der Wohnung…

Das Schlimmste ist nicht geschehen, aber Rana ist fortan verunsichert, möchte ausziehen, entfernt sich von Emad. Der wiederum konzentriert sich ganz darauf, den Täter ausfindig zu machen. Eines Tages erfahren die beiden, dass die Vormieterin oft Herrenbesuch empfing und die Tat wahrscheinlich auf einem „Irrtum“ beruht…

Wie schon in ,Nader und Simin‘ lotet Asghar Farhadi in seinem neuen Film eine in eine Krise geratene Zweierbeziehung in jeder Hinsicht aus. Mühelos verankert er seine Geschichte in einer allgegenwärtigen Realität und zeigt gleichzeitig die Gefühle und (widersprechenden) Interessen als natürliche Reaktionen, die nicht unbedingt zu einer Versöhnung führen.

„Film und Psychoanalyse“
Der Gast in der Matinee am 16. September (es läuft die in Farsi mit Untertiteln) wird noch bekannt gegeben.